Geschichte des Wasserwerkes der Stadt Riedenburg

 

 

Am 10. Mai 1891 begann die Geschichte um die zentrale Versorgung der Bürger

Riedenburgs mit Trinkwasser.

Für diesen Zweck kaufte der damalige Markt Riedenburg die so genannte Kohlmühle

und errichtete im späteren Hauptpumpwerk ein Maschinenhaus mit einer Turbine und 

einer Kreiselpumpe.Somit war es möglich mit Wasserkraft eine Anlage zu betreiben,

die eine naheliegenden Quelle mit einer stolzen Schüttung von 45 Litern pro Sekunde speiste.

 

Im Jahre 1956 sollte die Anlage, die gebraucht angekauft worden war, durch eine

neue ersetzt werden. Hierfür wurde die Firma Drees in Werl / Westfalen mit der

Lieferung einer Turbine und die Maschinenfabrik Eßlingen mit der Lieferung einer

Pumpe beauftragt. Die neue Turbine hatte ein Nutzgefälle von 2,05 m und eine Leistung von 13 PS.

Die neue, doppelt wirkende Kolbenpumpe beanspruchte einen Kraftaufwand von 11,4 PS und bewältigte

damals eine Fördermenge von 50 m³ in der Stunde. Bei Niedrigwasser war es möglich oder notwendig,

die Schaufelräder der Fränzis Turbine zu verstellen um die Leistung anzugleichen.

Wäre diese Anlage aus irgendeinem Grund für kürzer oder länger ausgefallen, so hätte dem städtischen 

Wasserwerk Kohlmühle noch eine von einem Dieselmotor angetriebene Kolbenpumpe und eine 

elektrisch angetriebene Kreiselpumpe zur Verfügung gestanden.

 

1967 dann die Einweihung der Thann-Gundlfinger Gruppe in Oberhofen, bei der vier Pumpen auf eine 

Quelle mit der flotten Schüttung von 35 Sekundenliter angesetzt waren. Im Zuge des Kanal- und Straßenbaues

in den darauf folgenden Jahren wurden die beiden Brunnen in Oberhofen und die Quelle Kohlmühle aufgelassen.

 

Als Ausgleich wurden  1972 die ersten Versuchsbohrungen für neue Brunnen mit einer Tiefe von 100m im 

Schambachtal durchgeführt. In Verbindung eines im Jahre 1981 errichteten Hochbehälters in Grub und einem

neu gebauten Wasserwerk im Jahre 1987,  konnte auch die ehemalige Thann-Gundlfinger-Gruppe zentral von

Riedenburg aus versorgt werden.

Durch den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals wurde die eigenständige Wasserversorgung von Prunn ebenfalls

an die Riedenburger Versorgungsanlage angeschlossen.

 

Aus ehemals drei eigenständigen Wasserwerken, Prunn, Kohlmühle und der Thann-Gundlfinger Gruppe ist letztlich

ein Wasserwerk mit Sitz in Riedenburg entstanden.

Das Werk versorgt heute über 70% der Einwohner des gesamten Gemeindebereiches, welcher mit ca. 100 km² der 

größte im Landkreis Kelheim ist.