Betriebstechnische Abläufe / Brunnen und Hochbehälter

 

 

Das Wasserwerk der Stadt Riedenburg betreibt derzeit zwei Brunnen im

Schambachtal, Brunnen 1 und Brunnen 3. Bei Bedarf ist ein weiterer Brunnen

(Brunnen 2) im Schutzgebiet vorgesehen. Die Standorte der Brunnen 4 und 5

sind ebenfalls bereits festgelegt.

Mit einer Tiefe von 100m als Versuchsbohrung und ausgebaut auf eine Tiefe

von ca. 78m hängen die beiden Brunnenpumpen (EMU Hof, dreistufig, Stern-

Dreieck-Anlauf), in einer Tiefe von ca. 54m. Der Förderstrom beträgt ca. 22 l pro Sekunde, 

das entspricht einer Leistung von etwa 80 Kubikmeter pro Stunde, je nach Bedarf können 

die Pumpen bis zu 24 Stunden am Tag fördern.

Die Aufbereitung des Rohwassers erfolgt über eine moderne UV-Entkeimungsanlage

mit einer Wellenlänge von 254nm und einem Durchsatz von bis zu 25 l in der Sekunde. 

Die Verteilung des Trinkwassers in die verschiedenen Zonen, Hochzone -West, Hochzone-Ost, 

Niederzone-West und Niederzone-Ost, erfolgt über sieben Trinkwasserbehälter, 

darunter ein Durchlaufbehälter, zwei Saugbehälter und vier Hochbehälter. 

Zusätzlich sind ständig drei Druckminderungsanlagen sowie drei Pumpwerke im Einsatz.

Das Wasserwerk der Stadt Riedenburg fördert in jeder Sekunde etwa 22 l. Die

gleiche Menge wird in dieser Zeit aufbereitet, gespeichert und verteilt.

 

 

Während Sie schlafen, passiert es…

 

Aus Kostengründen arbeitet das Werk zu 90% in der Nacht. Lediglich die beiden

Brunnenpumpen leisten auch tagsüber ihren Dienst. Das Trinkwasser wird also hauptsächlich 

in der Nacht verschoben, d.h. in den verschiedenen Trinkwasserbehältern gespeichert.

Somit speichert und bevorratet das Wasserwerk Riedenburg jeden Tag rund 3500 m³ Trinkwasser.

 

Hintergründe

 

Durch die topographischen Gegebenheiten der Stadt und den dazugehörigen Dörfern

ist der Aufwand für die Trinkwasserversorgung deutlich höher als im optimalen Fall.

Einerseits muss das Wasser bis zu 150m gehoben werden, um die höher gelegenen Orte 

auch noch versorgen zu können. Andererseits muss der Druck im Talbereich mittels 

Druckminderungsanlagen verringert werden, um Schäden im Verteilungsnetz auszuschließen.

 

Sicherheit garantiert

 

Im Falle eines Stromausfalles ist das städtische Wasserwerk in der Lage zu jeder Tages- und Nachtzeit

mit insgesamt drei Stromaggregaten den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Der Hauptgenerator im Pumphaus Moosleitenweg, ein LKW-Motor mit einer Leistung von 100 KW, 

übernimmt im Notfall die Stromversorgung für das Hauptpumpwerk. Der Diesel versorgt dort die drei 

stehenden fünfstufigen Kreiselpumpen, sowie die Brunnenpumpen im Schambachtal.

Für die anderen Pumpwerke stehen ein fahrbares Notstromaggregat mit 25 KW, 

sowie ein kleineres tragbares Gerät im Hauptpumpwerk zur Verfügung.